Keynote
You’ll never walk alone –Selbstorganisation als Teamsport entfesseln
Diese Keynote zeigt, wie Unternehmen Selbstorganisation nicht als Methode, sondern als Teamspiel entwickeln: mit klaren Spielregeln, echten Verantwortungsräumen und Rückendeckung, wenn es unter Druck ernst wird.
"Selbstorganisation ist kein Toolset – sie entsteht, wenn Teams klare Spielregeln haben, Verantwortung übernehmen und im Ernstfall Rückendeckung bekommen."
Selbstorganisation endet nicht im Chaos, wenn das Spielfeld klar ist. Teams werden nicht automatisch selbstorganisiert, nur weil man Hierarchie abbaut oder Verantwortung „abgibt“. Selbstorganisation entsteht, wenn ein Team
Spielkontrolle
bekommt: klare Regeln, saubere Entscheidungen, Vertrauen im Zusammenspiel – und Rückendeckung, wenn es ernst wird.
Was Sie aus dieser Keynote mitnehmen
- Selbstorganisation richtig einordnen: Warum Selbstorganisation kein „Weniger Führung“, sondern eine klare Team-Spielweise ist – mit Leitplanken statt Luftnummern.
- Teamregeln, die Spielkontrolle geben: Welche Regeln Teams Orientierung geben (Entscheidungswege, Rollen, Schnittstellen) – ohne Bürokratie aufzubauen.
- Verantwortung verankern: Wie Verantwortung wirklich übernommen wird – durch klare Verantwortungsräume, Erwartungen und Konsequenzen im Alltag.
- Rückendeckung schaffen: Warum ohne Rückendeckung jede Selbstorganisation ein Strohfeuer bleibt – und wie Vertrauen, Fehlerlernen und Konfliktklarheit entstehen.
Beschreibung der Keynote
Selbstorganisation - rund um Spielregeln, Verantwortung und Rückendeckung im Team
Selbstorganisation – das endet doch nur im Chaos? Wer so denkt, steht im Abseits. Denn Chaos entsteht nicht durch Selbstorganisation, sondern durch fehlende Spielregeln: unklare Ziele, schwammige Verantwortung und Entscheidungen, die keiner trifft. Genau hier setzt diese Keynote an.
Andreas Becker zeigt, wie Selbstorganisation als Kulturentwicklung funktioniert: Teams brauchen klare Leitplanken, damit sie im Spiel entscheiden können. Sie brauchen Verantwortung, die wirklich im Team liegt – nicht nur auf dem Papier. Und sie brauchen Rückendeckung, damit mutige Entscheidungen nicht beim ersten Fehlpass wieder abgewürgt werden.
Wie im Fußball gilt: Ein Team kann nur dann kreativ spielen, wenn es die Grundordnung beherrscht. Passspiel (Kommunikation), Laufwege (Absprachen), Spielzüge (Entscheidungslogik) und Rückendeckung (Vertrauen) machen aus Einzelspielern eine Mannschaft. Die Keynote liefert dafür ein klares Bild und konkrete Impulse – ohne Management-Floskeln, sondern so, dass es im Alltag greifbar wird.
Selbstorganisation als Spielsystem – warum nicht jedes Team gleich spielt
Selbstorganisation lässt sich nicht verordnen – sie entwickelt sich. Je nachdem, wie ein Team „tickt“, entstehen unterschiedliche Chancen und Blockaden. Anhand ausgewählter Spielsysteme werden typische Muster sichtbar:
- Tradition: Zugehörigkeit & Rituale geben Halt – Risiko: „das haben wir immer so gemacht“. Lösung: Rituale behalten, Verantwortung klären.
- Regelwerk: Sicherheit vor Risiko. Selbstorganisation scheitert, wenn Regeln Kontrolle ersetzen. Lösung: klare Leitplanken + Entscheidungsräume.
- Wettbewerb: Tempo und Leistung sind hoch, aber Lernen bleibt oft Einzelkampf. Lösung: gemeinsame Spielzüge, transparente Verantwortung, Review-Routine.
- Zusammenhalt: Viel Beteiligung, aber Konsenspflicht bremst Entscheidungen. Lösung: Entscheidungsprinzipien und Timeboxes statt Endlos-Abstimmung.
- Kampfgeist: Entscheidungen fallen schnell, aber hängen an Dominanz. Lösung: klare Regeln, wer wann entscheidet – und wie Konflikte fair gelöst werden.
- Spielkunst: Wenige Prinzipien, klare Logik, hohe Autonomie. Selbstorganisation wird zur Routine, weil das Team Spielkontrolle hat.
- Weitblick: Wirkung fürs Ganze, Verantwortung über Teamgrenzen – Risiko: zu abstrakt. Lösung: klare Prioritäten + kurze Umsetzungszyklen.
Der Kern: Jedes Team hat sein eigenes Spielsystem – und braucht deshalb eine passende Spielphilosophie, statt „Selbstorganisation“ als Standardlösung zu kopieren.
Die 4 T-Faktoren der Selbstorganisation
Damit Selbstorganisation im Alltag trägt, braucht es das abgestimmte Zusammenspiel von vier Perspektiven:
- Tugenden – Haltung zur Verantwortung
Mut, Lernbereitschaft und Verlässlichkeit entscheiden, ob Verantwortung wirklich übernommen wird – auch unter Druck. - Teamgeist – Qualität des Zusammenspiels
Vertrauen, Feedback, Konfliktfähigkeit und Kommunikation sind das Passspiel der Zusammenarbeit. - Talente – Fähigkeiten für Selbstorganisation
Entscheidungsstärke, Priorisierung, Moderation, Konfliktlösung und Überblick schaffen Spielkontrolle im Team. - Taktik – Prozesse, Ziele und Entscheidungswege
Klare Entscheidungslogik, Meeting-Rhythmus, Schnittstellen und Zielklarheit: Das ist die Taktik, die Selbstorganisation ermöglicht – oder blockiert.
Fazit
Erst wenn Tugenden, Teamgeist, Talente und Taktik zusammenpassen, entsteht Selbstorganisation, die wirkt. Selbstorganisation ist kein Trend und kein Toolset. Sie ist Mannschaftsarbeit mit klaren Spielregeln, Verantwortung und Rückendeckung. Diese Keynote ist ein Impuls für alle, die Selbstorganisation nicht länger diskutieren, sondern
im Alltag spielbar machen
wollen.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Denn in einem Stadion ist es auch nicht leise!
Diese Keynote lebt vom Austausch – ich freue mich über Ihre Fragen, Reaktionen und Perspektiven. Ich schätze auch Ihre Beiträge während des Vortrags und ermutige zu einem lebendigen Austausch.
Optional: Vertiefender Workshop
Im Anschluss an die Keynote biete ich einen Workshop an, in dem wir Teamregeln, Verantwortungsräume und Entscheidungslogik konkret ausarbeiten können – als Spielphilosophie für Ihren Alltag.
Eine Option, die Sie ziehen können.
„You’ll never walk alone“ ist die Kurzform von guter Führung: Verantwortung abgeben – und Rückendeckung geben, wenn’s zählt.
Fragen, die die Selbstorganisation in Bewegung bringen (FAQ)
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Selbstorganisation und Kulturentwicklung
Was ist der Unterschied zwischen Selbstorganisation und fehlender Führung?
Selbstorganisation heißt nicht „jeder macht, was er will“, sondern: klare Leitplanken, klare Verantwortung, klare Entscheidungen. Führung wird zum Rahmen, nicht zum Mikromanagement.
Braucht Selbstorganisation überhaupt Regeln?
Ja. Ohne Regeln keine Spielkontrolle. Gute Regeln sind wenige, verständliche Leitplanken, die Autonomie ermöglichen statt verhindern.
Wie entsteht Rückendeckung im Team?
Durch klare Erwartungen, Fehlerlernen ohne Schuldzuweisung, Konfliktklarheit und Führung, die Entscheidungen auch dann trägt, wenn es Gegenwind gibt.
Warum scheitert Selbstorganisation so oft im Alltag?
Weil Ziele unklar sind, Entscheidungen hängen bleiben oder Verantwortung zwar gefordert, aber nicht ermöglicht wird. Selbstorganisation braucht Entscheidungslogik und konsequentes Lernen.
Wie passen Motivation und Selbstorganisation zusammen?
Motivation entsteht, wenn Teams Sinn, Autonomie und Kompetenz erleben – und wenn Vertrauen höher ist als Angst vor Fehlern.
Was ist der erste Schritt, um Selbstorganisation zu stärken?
Spielregeln klären: Ziel, Verantwortungsräume, Entscheidungswege. Dann kleine Spielzüge testen und im Rhythmus reflektieren.
Weitere Vorträge rund um den Kulturwandel & agile Transformation
Zielgruppe
Diese Keynote richtet sich an Geschäftsführer, Vorstände, Bereichs- und Abteilungsleiter, HR und Organisationsentwicklung, Teamleiter, Agile Coaches, Scrum Master, Product Owner – und alle, die selbstorganisierte Teams nicht nur fordern, sondern ermöglichen wollen.




