Darwin-Tag: Evolution der Agilität – warum agile Transformation Schritt für Schritt gewinnt
12. Februar 2026 – Internationaler Darwin-Tag
Zum Internationalen Darwin-Tag rückt Keynote Speaker und Sparringspartner Andreas Becker ein Denkmodell in den Fokus, das Unternehmen in dynamischen Märkten konkret weiterhilft: Evolution.
Nicht als „Chaos“, sondern als Prinzip für Fortschritt unter Unsicherheit.
Seine Botschaft: Agile Transformation gelingt selten über den großen Masterplan – sondern über viele kleine, kluge Schritte, die Wirkung erzeugen und sich an die reale Umwelt anpassen.
Im Zentrum steht sein
Vortrag „Evolution der Agilität – agile Transformation retten, bevor sie ganz verbrannt ist“. Darin zeigt Andreas Becker, wie Organisationen Agilität wieder wirksam machen – weg vom Methoden-Theater, hin zu einer eigenen Spielphilosophie und zu Spielsystemen, die zur Kultur und zum Alltag passen.
„Charles Darwin hat gezeigt: Entwicklung geschieht selten im großen Knall, sondern über viele kleine, aufeinander aufbauende Schritte. Genau so sollten wir über Agilität nachdenken. Wir entwickeln kein Idealmodell von Agilität am Reißbrett, sondern lassen unser Spielsystem Schritt für Schritt evolvieren – wie eine Art, die sich in einem neuen Ökosystem anpasst. Entscheidend ist dabei die Frage: Wie ticken wir als Organisation – und welche nächsten Schritte passen wirklich zu uns? Wenn wir so vorgehen, entsteht keine Agilitäts-Show, sondern eine Spielphilosophie, die in unserem Alltag Wirkung entfaltet.“ Andreas Becker
Warum „Evolution der Agilität“ ein stärkeres Modell ist als der Transformations-„Big Bang“
Viele Unternehmen versuchen agile Transformation planbar zu machen: Roadmap fixieren, Zielbild ausrollen, Maßnahmen tracken. Das kann Orientierung geben – scheitert aber häufig an der Realität: Märkte bewegen sich, Kunden reagieren anders, Technik überrascht, Abhängigkeiten bremsen. Dann wird aus „Plan“ schnell „Absicherung“.
Evolution der Agilität setzt an einem anderen Punkt an: Anpassungsfähigkeit durch Lernen – mit klaren Fitness-Kriterien (Wirkung) statt reiner Aktivität.
Vier Evolutionsprinzipien, die agile Transformation wirksam machen
- Variation: Ohne Vielfalt keine Entwicklung
In der Natur entsteht Neues durch Variation. In Organisationen entsteht Neues durch Experimente, Prototypen, alternative Lösungswege und unterschiedliche Perspektiven. Wo Variation unterdrückt wird („so haben wir das immer gemacht“), entsteht zwar Ruhe – aber keine Evolution der Agilität.
Praktisch: kleine, risikoarme Experimente statt „Transformation im Großprogramm“. - Selektion: Die Umwelt entscheidet – nicht die Meinung
Evolution selektiert über die Umwelt. Im Unternehmen selektieren Kunden, Nutzer, Qualität, Sicherheit, Regulierung und der Markt. Wer intern „Recht behalten“ höher gewichtet als externes Feedback, optimiert am Spielfeld vorbei.
Praktisch: frühes Feedback, kurze Zyklen, klare Kriterien, woran „besser“ erkennbar ist. - Stabilisierung: Was wirkt, wird Standard
Evolution heißt nicht „dauernd alles neu“. Evolution heißt: Was funktioniert, wird stabilisiert – und wird Teil des Systems. Organisationen scheitern oft an zwei Extremen: Entweder bleibt alles gleich (keine Variation) oder alles bleibt im Dauer-Umbruch (keine Stabilisierung).
Praktisch: funktionierende Praktiken standardisieren, unwirksame bewusst beenden. - Kontext: Umwelt schlägt Methode
Eine Methode kann im einen Kontext wirken – und im nächsten schaden. Scrum, Kanban, OKR oder Skalierungsansätze helfen nur, wenn Kultur, Ziele, Entscheidungslogik und Zusammenarbeit dazu passen.
Praktisch: erst das Spielfeld verstehen, dann das passende Spielsystem wählen.
Sechs konkrete Spielzüge für „Evolution der Agilität“ im Alltag
- Fitness (Wirkung) glasklar definieren
Was bedeutet „besser“ – für Kunden, Nutzer, Betrieb, Qualität, Ergebnis? Ohne Fitness-Kriterien wird Agilität zur Geschmacksfrage. - Safe-to-fail-Experimente ermöglichen
Kleine Experimente, kleine Risiken, schnelle Erkenntnisse. Keine Experimente heißt Stillstand – zu große Experimente erzeugen Angst. - Feedbackschleifen drastisch verkürzen
Je schneller Feedback, desto schneller Anpassung. Das ist Evolution der Agilität in Echtzeit. - Unwirksames konsequent stoppen
Evolution braucht nicht nur Starten, sondern auch bewusstes Beenden – sonst sammelt sich organisatorischer Ballast. - Ein Spielfeld schaffen, auf dem Teams handeln dürfen
Wenn jede Entscheidung über mehrere Ebenen muss, wird Lernen langsam. Anpassungsfähigkeit entsteht durch Freiheit mit Klarheit. - Führung als Coaching statt Kontrolle leben
Trainer geben Orientierung, entwickeln Fähigkeiten, setzen Rahmen und analysieren Spielzüge – sie spielen nicht selbst für die Mannschaft.
Passend zum Darwin-Tag: Keynote „Evolution der Agilität“
Der
Vortrag „Evolution der Agilität – agile Transformation retten, bevor sie ganz verbrannt ist“ richtet sich an Geschäftsführung, Führungskräfte, HR sowie Rollen rund um agile Transformation und Kulturwandel. Er verbindet Evolution als Denkmodell mit Spielsystemen als Kultur-Kompass und macht sichtbar, warum agile Transformation selten am nächsten Framework scheitert, sondern an Kulturmustern, Entscheidungslogik und fehlender Wirkung.
Fazit
Evolution ist kein Zufall, sondern ein klares Prinzip für Fortschritt unter Unsicherheit – genau das macht agile Transformation aus. Wer Evolution der Agilität ernst nimmt, ersetzt Planungsillusion durch Lernen im Takt: kleine Experimente, schnelles Feedback, klare Wirkung. So entsteht keine Agilitäts-Show, sondern eine Spielphilosophie, die im Alltag trägt.
FAQ: Darwin-Tag - Evolution der Agilität
Was bedeutet „Evolution der Agilität“ konkret – und woran erkenne ich Fortschritt?
Evolution der Agilität bedeutet, dass Agilität nicht ausgerollt wird, sondern sich über kleine, aufeinander aufbauende Verbesserungen entwickelt. Fortschritt erkennst du nicht daran, wie viele Maßnahmen gestartet wurden, sondern daran, ob Wirkung entsteht: schnelleres Feedback, weniger Reibungsverluste, bessere Qualität, klarere Entscheidungen. Wenn Teams nachweislich schneller lernen und Ergebnisse stabiler liefern, ist das Evolution.
Wie verhindere ich, dass agile Transformation zur Agilitäts-Show wird?
Indem du Agilität nicht über Begriffe und Rituale definierst, sondern über Wirkung und Verhalten. Setze wenige, klare Fitness-Kriterien (zum Beispiel Kundennutzen, Durchlaufzeit, Qualität) und prüfe regelmäßig, ob sich dort wirklich etwas verbessert. Alles, was nur „agil aussieht“, aber keine messbare Wirkung erzeugt, wird konsequent beendet oder angepasst.
Welche Rolle spielt Kultur bei der Evolution der Agilität?
Kultur ist der Boden, auf dem Agilität wächst oder verdorrt. Wenn Fehler bestraft werden, Entscheidungen ewig nach oben wandern und Silos wichtiger sind als Zusammenarbeit, wird jede Methode zur Fassade. Evolution der Agilität gelingt, wenn Kulturmuster sichtbar werden und das Spielsystem dazu passt: mehr Verantwortung dort, wo das Wissen ist, klare Spielregeln und echtes Lernen im Team.
Was ist ein guter erster Schritt, wenn wir bei Agilität feststecken?
Starte nicht mit dem nächsten Framework, sondern mit einem konkreten Problem, das wirklich weh tut. Definiere dazu eine klare Wirkung (Fitness), formuliere ein kleines Experiment für 2–4 Wochen und setze einen festen Review-Rhythmus, um zu lernen und nachzusteuern. So entsteht Momentum, ohne dass du ein Großprogramm aufsetzen musst.


