Leadership Day Zürich 2013:
Die Glorreichen 7 – von der agilen Transition zu den 7 Spielsystemen

Rückblick auf einen Vortrag aus 2013 – und warum agile Organisationen bis heute eine passende Spielphilosophie brauchen

2013 sprach ich über „Die Glorreichen 7 – Transition zur agilen Organisation“.

Damals ging es um sieben Stellhebel, die Organisationen brauchen, damit Agilität nicht auf Teamebene stecken bleibt: Methoden, Zielsysteme, Führung, Zusammenarbeit, Budgetierung, Steuerung und organisatorischer Rahmen.

Heute sehe ich diesen Vortrag als frühen Vorläufer meiner Arbeit mit den 7 Spielsystemen. Denn hinter jeder agilen Transformation steht eine kulturelle Logik: Wie trifft eine Organisation Entscheidungen? Was gilt als Erfolg? Wie wird Verantwortung verteilt? Was wird belohnt? Was wird vermieden? Und welches Verhalten erscheint im jeweiligen Kontext überhaupt sinnvoll?

Agile Leadership Day 2013 - Zürich

Die Konferenz für Führungskräfte, die ein modernes Verständnis von Leadership haben und mehr Agilität und Flexibilität in Ihre Organisation einbringen.

Passend dazu: Keynote „Jedes Unternehmen tickt anders“

Wenn Sie diese Frage heute in Ihrer Organisation bewegt, passt meine aktuelle Keynote „Jedes Unternehmen tickt anders – mit der eigenen Spielphilosophie den Kulturwandel meistern“.

Die Keynote zeigt, wie Kulturmuster Entscheidungen, Zusammenarbeit und Veränderung prägen – und warum jede Organisation eine eigene Spielphilosophie braucht, statt einfach das nächste Framework zu übernehmen.

Die sieben Stellhebel für eine agile Organisation

Im Vortrag wurden  sieben Bereiche beleuchtet, die in Transformationen immer wieder über Erfolg oder Widerstand entscheiden.

Die damaligen „Glorreichen 7“ beschrieben, wo Organisationen ansetzen müssen.

Die heutigen 7 Spielsysteme beschreiben, warum Organisationen an bestimmten Stellen reagieren, blockieren oder lernen.

Damit wird aus einem Transformationsmodell eine Kulturdiagnose:

Tradition fragt: Was gibt uns Halt?
Kampfgeist fragt: Wer setzt sich durch?
Regelwerk fragt: Was ist richtig und verlässlich?
Wettbewerb fragt: Was bringt Erfolg?
Zusammenhalt fragt: Was verbindet uns?
Spielkunst fragt: Was passt hier wirklich?
Weitblick fragt: Welche Wirkung entsteht im größeren System?


Was seit 2013 stärker geworden ist – und was gleich bleibt

Viele Organisationen haben seit 2013 agile Methoden eingeführt.
Doch die eigentliche Herausforderung ist geblieben:

Agilität wirkt nur, wenn das Spielsystem zur Lage passt.

Ein Framework kann Struktur geben. Ein Prozess kann Orientierung schaffen. Ein Zielsystem kann Fokus erzeugen. Aber wenn die kulturelle Logik dahinter nicht verstanden wird, bleibt Transformation oft an der Oberfläche.


Heute sind viele Themen noch aktueller: verteilte Zusammenarbeit, Zielsysteme, Portfolio-Entscheidungen, Wirkungsmessung. Gleichzeitig bleibt die Kernfrage dieselbe: Wie schaffen wir ein Spielfeld, auf dem Teams Verantwortung übernehmen können – mit klarer Orientierung und ohne permanente Steuerung von außen?


Wie entsteht eine Organisation, die nicht nur agil arbeitet, sondern wirklich lern- und anpassungsfähig wird?

Heute beantworte ich diese Frage mit Teamsport-Analogien, den 7 Spielsystemen und der Idee einer eigenen Spielphilosophie. Damals wie heute geht es nicht um Agilität als Etikett, sondern um wirksame Zusammenarbeit unter Veränderungsdruck.

FAQ - Häufige Fragen zum Agile Leadership Day 2013

  • Worum ging es inhaltlich bei diesem Rückblick?

    Im Kern ging es um die Frage, wie aus agilen Methoden eine agile Organisation werden kann. Scrum allein verändert noch keine Organisation. Entscheidend sind Führung, Kultur, Zielsysteme, Entscheidungswege und Zusammenarbeit.

  • Warum ist ein Vortrag aus 2013 heute noch relevant?

    Weil viele Engpässe gleich geblieben sind: unklare Verantwortung, Entscheidungsstau, Silodenken, Zielkonflikte und die Hoffnung, dass ein Framework Kulturprobleme löst. Heute sind diese Muster durch Digitalisierung, KI und agile Skalierung nur sichtbarer geworden.

  • Was haben die 7 Spielsysteme mit agiler Transformation zu tun?

    Die 7 Spielsysteme zeigen, wie Organisationen Entscheidungen treffen, Zusammenarbeit gestalten und Veränderung bewerten. Sie helfen zu verstehen, warum Scrum, OKR, SAFe oder andere Methoden in einem Unternehmen funktionieren und in einem anderen scheitern.

  • Welche aktuelle Keynote passt zu diesem Thema?

    Am besten passt die Keynote „Jedes Unternehmen tickt anders – mit der eigenen Spielphilosophie den Kulturwandel meistern“. Sie greift die damalige Frage der agilen Organisation auf und übersetzt sie in Kulturmuster, Teamsport und Spielphilosophie.