Workshop

Agile Skalierung entlang von Value Streams

Value Streams verstehen. Business Solutions strukturieren. Team of Teams und Kultur verbinden.

Workshop zur agilen Skalierung anfragen

Ein eintägiger Inhouse-Workshop zur agilen Skalierung entlang von Wertströmen, der Value Streams, Organisationsdesign und Kultur miteinander verbindet.

Am durchgängigen Beispiel einer Radiologie-Lösung grenzen die Teilnehmenden einen Value Stream ab und strukturieren die dazugehörige Business Solution. Sie organisieren Teams entlang von Wertströmen als Team of Teams und verbinden strategische Wirkung mit konkreter Teamarbeit.

// 01 AUSGANGSLAGE

Wenn agile Teams noch kein gemeinsames Liefersystem bilden.


Viele Organisationen haben agile Teams eingeführt. Trotzdem bleibt häufig unklar, wie mehrere Teams, Plattformen, Fachbereiche und Lieferanten gemeinsam ein nutzbares Kundenergebnis erzeugen.

Dieser Workshop passt, wenn Ihre Organisation …

  • mehrere Teams an einer gemeinsamen Lösung beteiligt,
  • Abhängigkeiten zwischen Hardware, Software und Plattformen koordinieren muss,
  • agile Skalierung nicht nach einer Framework-Schablone gestalten möchte,
  • unklar ist, welche Teams gemeinsam Verantwortung übernehmen sollten,
  • Value Streams nicht nur als Prozessdarstellung verstehen will,
  • beim Organisationsdesign auch den Aspekt Kultur berücksichtigen möchte.

// 02 KERNIDEE

Wertstrom, Organisation und Kultur gemeinsam denken.



Agile Skalierung beginnt beim Wert. Sie wird durch Teams organisiert und durch Kultur wirksam oder unwirksam.

Value Streams, Business Solutions und Kultur verbinden

Ein Value Stream zeigt den Weg von einem Auslöser bis zu einem nutzbaren Ergebnis für Kunden oder Anwender. Die Business Solution beschreibt die Gesamtlösung aus Produkten, Geräten, Software, Plattformen, Services, Schnittstellen und externen Systemen.

Das Team of Teams verbindet die Teams und Fähigkeiten, die diese Lösung gemeinsam entwickeln und weiterentwickeln.

Das Value Model nach Graves ergänzt diese strukturelle Sicht um eine entscheidende Frage:



Welche Entscheidungs-, Verantwortungs- und Kulturmuster fördern den gemeinsamen Wertfluss – und welche verstärken lokale Optimierung und Abhängigkeiten?


Damit wird Kultur nicht als separates Nebenthema behandelt. Sie wird dort betrachtet, wo sie Zusammenarbeit und Wertfluss konkret beeinflusst.

// 03 WORKSHOPABLAUF

Vom Kundenwert zur umsetzbaren Arbeit


Verstehen. Strukturieren. Zuordnen. Konkretisieren.

1. Value Streams verstehen und abgrenzen

Die Teilnehmenden unterscheiden Prozesse, operative Value Streams und Entwicklungswertströme. Sie klären Kunde, Auslöser, nutzbares Ergebnis und Grenzen des betrachteten Wertstroms.



2. Die Business Solution strukturieren

Am Radiologie-Beispiel ordnen die Teilnehmenden Hardware, Software, Plattformen, Schnittstellen, Zulassung, Service und Lieferanten zu einer Gesamtlösung. So wird agile Skalierung für Hardware und Software konkret und nachvollziehbar.


3. Teams entlang von Wertströmen organisieren

Aus der Business Solution wird ein passendes Team of Teams abgeleitet. Dazu gehören weitgehend Ende-zu-Ende verantwortliche Teams, Plattform- und Subsystemteams sowie notwendige Integrations- und Unterstützungsleistungen.

Team Topologies dient dabei als Orientierung und gemeinsame Sprache – nicht als vorgegebene Blaupause.


4. Kultur und Entscheidungslogiken prüfen

Ein kompakter Kulturcheck mit dem Value Model nach Graves zeigt, wie Verantwortung, Regeln, Freigaben, Zielsysteme und Konfliktverhalten den gemeinsamen Wertfluss unterstützen oder behindern.


5. Strategie und Teamarbeit verbinden

Theme, Initiative, Epic und Story verbinden die angestrebte Wirkung mit überprüfbaren Beiträgen und der nächsten umsetzbaren Arbeit der Teams. Die genaue Beitrags- und Lernlogik wird im FAQ erläutert.

// 04 WIRKUNG

Was die Teilnehmenden mitnehmen


Mehr als Value Streams.
Eine gemeinsame Sicht auf Wert, Lösung, Teams, Kultur und Umsetzung.

1. Value Streams sicher abgrenzen

Die Teilnehmenden können Prozesse, operative Value Streams und Entwicklungswertströme voneinander unterscheiden.


2. Business Solutions als Gesamtlösung strukturieren

Sie können Produkte, Systeme, Plattformen, Services und Lieferanten in einer gemeinsamen Lösungslandkarte zusammenführen.


3. Teams entlang von Wertströmen organisieren

Sie entwickeln begründete Team- und Koordinationsoptionen für ein Team of Teams.


4. Kultur und Wertfluss gemeinsam betrachten

Sie erkennen, wie Entscheidungswege, Verantwortung, Regeln und lokale Ziele den gemeinsamen Wertfluss beeinflussen.


5. Strategie und Umsetzung verbinden

Sie nutzen Theme, Initiative, Epic und Story als Beitrags- und Lernlogik zwischen strategischer Wirkung und konkreter Teamarbeit.


Der Workshop liefert kein fertiges Organisationsdesign. Er schafft eine gemeinsame Denk- und Arbeitsgrundlage für die nächsten Design- und Skalierungsentscheidungen.

// 05 WORKSHOP-ERLEBNIS

Erarbeiten statt nur zuhören


Pragmatisch. Pointiert. Praxisnah.



Der Workshop verbindet kurze fachliche Impulse mit gemeinsamer Arbeit am durchgängigen Radiologie-Beispiel.


Die Teilnehmenden erstellen eine Value-Stream-Landkarte, eine Übersicht der Business Solution, ein Team-of-Teams-Bild und einen kompakten Kulturcheck.

Kurze Transferphasen übertragen die Erkenntnisse auf die eigene Organisation.


Ziel ist kein möglichst umfangreicher Methodenüberblick, sondern ein zusammenhängendes Bild für eine frameworkneutrale agile Skalierung.

// 06 ZIELGRUPPE & FORMAT

Für Menschen, die agile Skalierung und Organisationsdesign gestalten

Für wen ist dieser Workshop geeignet?

  • Führungskräfte in Produkt- und Entwicklungsorganisationen
  • Produkt- und Portfolioverantwortliche
  • Organisationsentwickler und Agile Coaches
  • Transformations- und Skalierungsteams
  • Enterprise-, Solution- und Systemarchitekten
  • Engineering- und Entwicklungsleitungen
  • Verantwortliche für Plattformen und Organisationsdesign
  • Vertreter aus Hardware, Software, Integration, Qualität und Zulassung

Format

  • Eintägiger Inhouse-Workshop
  • Der Workshop wird auf die Fragestellungen und Rahmenbedingungen der Organisation zugeschnitten.
  • Grundkenntnisse in SAFe oder einem anderen Skalierungsframework sind vorteilhaft, aber nicht erforderlich.

Agile Skalierung beginnt nicht mit dem Organigramm. Sie beginnt mit dem Wertfluss – und wird erst wirksam, wenn Struktur, Entscheidungen und Kultur dazu passen. 

FAQ zum Workshop Agile Skalierung entlang von Value Streams

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Prozess und einem Value Stream?

    Ein Prozess beschreibt, wie eine bestimmte Arbeit ausgeführt wird. Er kann beispielsweise darstellen, wie eine Anforderung geprüft, ein System getestet oder eine Freigabe erteilt wird.


    Ein Value Stream betrachtet dagegen den vollständigen Weg von einem Auslöser bis zu einem nutzbaren Ergebnis für Kunden oder Anwender. Dabei können mehrere Prozesse, Systeme, Teams, Fachbereiche und externe Partner beteiligt sein.


    Kurz gesagt:

    Prozesse beschreiben Arbeit. Value Streams beschreiben Wertfluss.


    Im Workshop betrachten wir sowohl operative Value Streams, in denen Kundennutzen entsteht, als auch Entwicklungswertströme, durch die Produkte, Systeme und Dienstleistungen entwickelt und weiterentwickelt werden.

  • Was ist eine Business Solution?

    Eine Business Solution ist die Gesamtlösung, durch die ein konkreter Nutzen für Kunden oder Anwender entsteht.


    Sie besteht häufig nicht nur aus einem einzelnen Produkt. Zu einer Business Solution können beispielsweise gehören:

    - Hardware,

    - Software,

    - Plattformen,

    - Dienstleistungen,

    - Schnittstellen,

    - externe Systeme,

    - Daten,

    - Lieferanten,

    - Betrieb und Service.

        

    Bei einer Radiologielösung entsteht der Nutzen beispielsweise nicht allein durch das Röntgengerät. Auch Detektor, Embedded Software, Diagnosesoftware, Integration, Test, Zulassung und die Einbindung in die Arbeitsabläufe einer radiologischen Praxis gehören zur Gesamtlösung.


    Die Business-Solution-Sicht hilft deshalb zu verstehen, welche Systeme, Fähigkeiten und Teams gemeinsam für das Kundenergebnis benötigt werden.


  • Wie werden Teams einem Value Stream zugeordnet?

    Die Zuordnung beginnt nicht mit dem bestehenden Organigramm, sondern mit der Business Solution und den dafür benötigten Systemen und Fähigkeiten.


    Im Workshop betrachten wir unter anderem:

    - Welche Produkte und Systeme werden selbst entwickelt?

    - Welche Änderungen treten typischerweise gemeinsam auf?

    - Welche Fähigkeiten werden dauerhaft benötigt?

    - Welche Teams können einen Teil der Lösung weitgehend Ende-zu-Ende verantworten?

    - Wo werden Plattformen oder spezialisierte Subsysteme benötigt?

    - Welche Abhängigkeiten müssen zwischen mehreren Teams koordiniert werden?

    - Welche Lieferanten oder externen Partner gehören zum Gesamtsystem?

        

    Daraus entsteht kein isoliertes Nebeneinander einzelner Teams, sondern ein Team of Teams mit einer gemeinsamen Mission und Verantwortung für die Business Solution.


    Team Topologies dient dabei als Orientierung für mögliche Teamtypen und Interaktionen. Das Ziel ist jedoch keine Übernahme eines vorgegebenen Modells, sondern eine zum jeweiligen Value Stream passende Team- und Koordinationsstruktur.

  • Welche Rolle spielt das Value Model nach Graves für Kultur und Zusammenarbeit?

    Value Streams und Teamstrukturen wirken nicht losgelöst von der Organisationskultur.


    Entscheidungswege, Sicherheitsbedürfnis, Zielsysteme, Verantwortungsverständnis und Führungsverhalten beeinflussen, ob ein Team of Teams tatsächlich gemeinsam handelt oder weiterhin vor allem lokale Ziele verfolgt.


    Das Value Model nach Graves und die daraus abgeleiteten sieben Spielsysteme helfen dabei, unterschiedliche Werte- und Entscheidungslogiken sichtbar und besprechbar zu machen.


    Im Workshop betrachten wir beispielsweise:


    - Haben Regeln und Freigaben Vorrang oder dienen sie als hilfreiche Leitplanken?

    - Werden Entscheidungen zentral getroffen oder in verantwortbare Bereiche verlagert?

    - Fördern Zielsysteme den gemeinsamen Wertfluss oder lokale Optimierung?

    - Werden Konflikte offen entschieden oder an die Teams weitergegeben?

    - Wird Transparenz für Lernen oder für zusätzliche Kontrolle genutzt?

    - Wie viel Selbstorganisation wird tatsächlich zugelassen?


    Dabei werden keine Menschen einer Farbe oder einem festen Typ zugeordnet. Untersucht werden beobachtbare Muster in Führung, Entscheidungen und Zusammenarbeit.


    Der eintägige Workshop ersetzt keine umfassende Kulturdiagnose. Er macht jedoch sichtbar, welche kulturellen Muster den Wertfluss und die Zusammenarbeit im Team of Teams unterstützen oder behindern.

  • Wie werden Theme, Initiative, Epic und Story verwendet?

    Die vier Artefakte verbinden die strategische Wirkung mit der konkreten Arbeit der Teams.


    Theme

    Ein Theme beschreibt eine angestrebte messbare Veränderung. Es beantwortet die Frage:

    Welche Wirkung wollen wir erreichen und warum investieren wir dafür Kapazität?


    Initiative

    Eine Initiative beschreibt, wie eine konkrete Business Solution zum Theme beiträgt. Sie verbindet die strategische Absicht mit einem integrierten Lösungsbeitrag.


    Epic

    Ein Epic beschreibt einen überprüfbaren Beitrag eines Team of Teams, eines größeren Lösungsbereichs oder eines beteiligten Arbeitssystems. Es sollte so zugeschnitten sein, dass ein integrierbares Ergebnis oder eine überprüfbare Erkenntnis entstehen kann.


    Story

    Eine Story beschreibt die nächste ausführbare und überprüfbare Arbeits- oder Lerneinheit eines einzelnen Teams.


    Theme, Initiative, Epic und Story bilden dabei keine starre Zielkaskade. Erkenntnisse aus der Umsetzung fließen zurück und können Annahmen, Prioritäten und Ziele auf den übergeordneten Ebenen verändern. Die Präsentation beschreibt diese Verbindung deshalb ausdrücklich als Beitrags- und Lernlogik.

  • Welches Beispiel wird im Workshop verwendet?

    Als durchgängiges Praxisbeispiel dient die Entwicklung einer digitalen Röntgen- und Radiologielösung.


    Die Business Solution verbindet Hardware und Software.


    An diesem Beispiel wird sichtbar, wie aus einem operativen Nutzen in der Radiologie ein Entwicklungswertstrom abgeleitet wird, welche Systeme zur Business Solution gehören und wie mehrere Hardware- und Softwareteams als Team of Teams zusammenwirken.


    Anschließend wird die Verbindung von der strategischen Wirkung bis zur Teamarbeit anhand von Theme, Initiative, Epic und Story erarbeitet.


    Das Beispiel ist bewusst komplex genug, um typische Abhängigkeiten zwischen Hardware, Software, Plattformen, Zulassung und Lieferanten sichtbar zu machen. Die Erkenntnisse lassen sich anschließend auf andere Branchen und Produkte übertragen.


  • Ist der Workshop an das Scaled Agile Framework (SAFe) gebunden?

    Nein. Der Workshop ist frameworkneutral aufgebaut.


    Er beginnt mit grundlegenden Fragen:

    - Wo entsteht Kundennutzen?

    - Welche Value Streams gibt es?

    - Welche Business Solution ermöglicht diesen Nutzen?

    - Welche Systeme und Fähigkeiten werden benötigt?

    - Welche Teams müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen?

    - Welche kulturellen Muster beeinflussen die Zusammenarbeit?

        

    Auch Theme, Initiative, Epic und Story werden als allgemeine Beitrags- und Lernlogik verwendet. Die Begriffe können an die Sprache und die bestehenden Arbeitssysteme der jeweiligen Organisation angepasst werden.


    In einem SAFe-Kontext lassen sich die Ergebnisse auf Operational und Development Value Streams, Agile Release Trains, Solution Trains oder PI Planning übertragen. Kenntnisse in SAFe sind für die Teilnahme jedoch nicht erforderlich.


    Der Workshop ist kein offizielles SAFe-Training. Im Mittelpunkt steht eine eigenständige, frameworkneutrale Vorgehensweise für agile Skalierung entlang von Value Streams.