MVP-Entwicklung im Rahmen einer Digitalagenda – KI-Projekt in der Energiebranche
Inhouse-Vortrag als Rückblick 2024: Von der Idee über Anforderungen bis zum MVP für einen KI-basierten Assistenten.
Im Rahmen einer Digitalagenda in der Energiebranche ging es darum, interne Prozesse stärker zu digitalisieren und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz praktisch nutzbar zu machen.
Der konkrete Fokus lag auf einem MVP: Ein KI-gestützter Assistent sollte helfen, fachbereichsspezifisches Wissen schneller auffindbar zu machen, Standardarbeitsanweisungen nutzerfreundlicher bereitzustellen und Mitarbeitende im Alltag zu entlasten.
Die zentrale Frage war nicht:
Was kann KI theoretisch alles? Sondern:
Welches konkrete Problem lösen wir für Anwender – und wie kommen wir schnell zu einem ersten nutzbaren Produkt?

Event-Fakten
Format: Inhouse-Vortrag
Branche: Energiebranche
Kontext: Digitalagenda und KI-Praxisbericht
Fokus: Anforderungen klären, MVP entwickeln, Nutzerfeedback einbinden
Themen: KI-Assistent, Wissensplattform, Prozessdigitalisierung
Passend dazu: Keynote „KI-Kultur der Zukunft““
Wenn Sie diese Fragen heute in Ihrer Organisation beschäftigen, passt meine aktuelle Keynote: „KI-Kultur der Zukunft – In Führung gehen, wenn KI das Spielfeld verändert.“
Diese Keynote zeigt, warum KI nicht nur technisch eingeführt werden kann. Entscheidend ist, wie Führung, Kultur, Daten, Verantwortung und Entscheidungslogik zusammenspielen.
Der MVP im Rahmen der Digitalagenda ist dafür ein gutes Beispiel: Aus KI entsteht erst dann Wirkung, wenn ein konkretes Problem gelöst wird, Anwender beteiligt werden und die Organisation bereit ist, mit dem neuen Spielfeld zu lernen.
Ausgangslage: Wissen war vorhanden, aber schwer nutzbar
Viele Organisationen haben kein Wissensproblem. Sie haben ein Zugriffsproblem.
Auch in diesem Projekt waren fachliche Informationen, Anleitungen und Standardarbeitsanweisungen vorhanden. Die Herausforderung lag woanders:
- Inhalte waren nicht einheitlich standardisiert.
- Informationen waren schwer auffindbar.
- Dokumente waren teilweise veraltet oder uneinheitlich aufgebaut.
- Neue Mitarbeitende mussten aufwendig geschult werden.
- Fachbereichswissen war stark verteilt.
- Die Suche nach Informationen kostete im Alltag Zeit.
Gerade in komplexen Fachbereichen wird dadurch sichtbar: Digitalisierung bedeutet nicht nur, Dokumente online abzulegen. Digitalisierung entsteht erst, wenn Wissen im Arbeitsalltag wirklich nutzbar wird.
Die Produktidee: Interaktive Standardarbeitsanweisungen mit KI-Unterstützung
Die Produktvision war klar:
Eine nutzerfreundliche, selbsterklärende und KI-gestützte Lösung sollte Mitarbeitende entlasten, Wissen transparenter machen und Prozesse effizienter unterstützen.
Im Mittelpunkt standen interaktive Standardarbeitsanweisungen und ein KI-Assistent, der fachbereichsspezifische Fragen beantworten kann.
Aus zwei ursprünglichen Ideen entstand ein gemeinsames Produktbild:
- Interaktive Standardarbeitsanweisungen
Daten, Listen und Anleitungen an einem zentralen Ort – verständlicher, strukturierter und leichter zugänglich. - KI-Assistent / Chatbot
Ein dynamischer Zugang zu fachbereichsspezifischem Wissen, der Antworten schneller verfügbar macht und als Schnittstelle zur Wissensabfrage dient.
Damit wurde aus einer Digitalagenda-Idee ein konkreter MVP-Ansatz.
MVP statt Großprojekt
Der entscheidende Punkt war: Nicht alles gleichzeitig bauen.
Ein MVP hilft, schnell zu lernen:
- Welche Informationen brauchen Anwender wirklich?
- Welche Fragen stellen sie im Alltag?
- Welche Antworten sind hilfreich?
- Wo fehlen Daten, Struktur oder Kontext?
- Welche Prozesse eignen sich für KI-Unterstützung?
- Wo braucht es weiterhin menschliche Entscheidung?
Gerade bei KI-Projekten ist dieser MVP-Gedanke wichtig. Denn der Nutzen entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch den konkreten Einsatz im Arbeitsalltag.
Roadmap: Von der Idee zum Produkt
Die Entwicklung folgte einem klaren Weg:
- Design Sprint und User-Feedback
Erste Validierung der Idee mit Blick auf konkrete Anwender und Prozesse. - Pitch im Rahmen der Digitalagenda
Aus mehreren Ideen setzten sich die Ansätze rund um interaktive Arbeitsanweisungen und KI-Assistent durch. - Projektstart und Kick-off
Zusammenstellung des Teams, Klärung des Vorgehens und Vorbereitung der Umsetzung. - Anforderungen aus dem Fachbereich aufnehmen
Der wichtigste Schritt: verstehen, welche Prozesse, Dokumente und Fragen für die Anwender wirklich relevant sind. - Start der Chatbot-Entwicklung
Umsetzung des KI-gestützten Zugriffs auf fachbereichsspezifisches Wissen. - Regelmäßige Reviews mit Anwendern
Feedback alle zwei Wochen, damit der MVP nicht am Bedarf vorbei entwickelt wird.
Was das Projekt mit KI-Kultur zu tun hat
Dieses Projekt zeigt sehr gut: KI-Projekte sind selten reine Technologieprojekte.
Natürlich braucht es Daten, Infrastruktur, Datenschutz, geeignete Modelle und eine sichere Umgebung. Aber der eigentliche Erfolg entscheidet sich an anderen Fragen:
- Vertrauen die Anwender den Antworten?
- Geben sie Feedback, wenn Informationen fehlen?
- Sind Fachbereiche bereit, Wissen zu strukturieren?
- Wird KI als Unterstützung verstanden oder als zusätzliche Belastung?
- Wird aus einem Prototyp ein nutzbares Produkt?
- Übernimmt Führung Verantwortung für Priorisierung, Kapazität und Entscheidungswege?
Genau hier beginnt KI-Kultur.
KI wird nicht wirksam, weil ein Chatbot eingeführt wird. KI wird wirksam, wenn Organisation, Führung, Fachbereiche und Anwender gemeinsam lernen, wie das neue Werkzeug sinnvoll in den Alltag passt.
Einordnung mit den 7 Spielsystemen
Heute würde ich dieses Projekt auch mit meinen 7 Spielsystemen beschreiben.
Regelwerk braucht Standardisierung, Verlässlichkeit und klare Vorgaben. Genau deshalb waren einheitliche Standardarbeitsanweisungen wichtig.
Wettbewerb fragt nach Effizienz, Produktivität und messbarem Nutzen. Der MVP musste zeigen, ob KI tatsächlich Zeit spart und Prozesse verbessert.
Zusammenhalt wird wichtig, wenn Fachbereiche, IT, Anwender und Projektteam gemeinsam lernen müssen. Ohne Feedback entsteht kein gutes Produkt.
Spielkunst entsteht, wenn KI nicht starr eingeführt wird, sondern kontextbewusst: Welcher Use Case passt? Welche Daten sind geeignet? Wo braucht es Mensch statt Maschine?
Weitblick fragt nach der langfristigen Wirkung: Wie kann aus einem MVP eine skalierbare Lösung entstehen, die Digitalisierung und Wissensarbeit im Unternehmen nachhaltig verbessert?
Was dieser Rückblick zeigt
Dieses Projekt zeigt eine Denkspur, die für KI-Projekte entscheidend ist:
Nicht der Hype entscheidet. Der nutzbare Mehrwert entscheidet.
Ein KI-Assistent schafft noch keine Digitalisierung.
Ein Chatbot schafft noch keine Entlastung.
Ein MVP schafft noch keine Wirkung.
Eine Digitalagenda schafft noch keine neue Kultur.
Wirkung entsteht erst, wenn Fachwissen, Nutzerbedarf, Technologie, Feedback und Führung zusammenspielen.
In meiner heutigen Sprache heißt das:
Kulturmuster sichtbar machen.
Spielphilosophie entwickeln.
Wandel wirksam gestalten.
FAQ zum Vortrag "KI-Projekt zur MVP-Entwicklung im Rahmen einer Digitalagenda"
Worum ging es in diesem Praxisbericht?
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung eines MVP im Rahmen einer Digitalagenda in der Energiebranche. Ziel war ein KI-gestützter Assistent, der fachbereichsspezifisches Wissen besser auffindbar macht und Mitarbeitende im Umgang mit Standardarbeitsanweisungen unterstützt.
Warum war ein MVP sinnvoll?
Ein MVP hilft, schnell zu lernen, ob eine Idee im Arbeitsalltag wirklich Nutzen stiftet. Gerade bei KI-Projekten ist das wichtig, weil der eigentliche Wert erst durch konkrete Nutzung, Feedback und Anpassung entsteht.
Was hat das Projekt mit KI-Kultur zu tun?
KI-Kultur entsteht, wenn Menschen lernen, KI sinnvoll, verantwortungsvoll und alltagstauglich einzusetzen. Dazu gehören Vertrauen, Feedback, Datenqualität, Führung, klare Use Cases und die Bereitschaft, aus ersten Ergebnissen zu lernen.
Welche aktuelle Keynote passt zu diesem Thema?
Am besten passt die Keynote „KI-Kultur der Zukunft – In Führung gehen, wenn KI das Spielfeld verändert.“ Sie zeigt, warum KI nicht nur eine technische, sondern vor allem eine kulturelle Führungsaufgabe ist.



